NEWSLETTER - Branchennews

News rund um die Hotellerie - Januar 2022

 Möchten Sie den Newsletter per E-Mail erhalten, dann kontaktieren Sie uns gerne.

Hotel Affairs Consulting GmbH – Was uns am Herzen liegt…

Am 27. Januar 2020 trat bei einem Automobilzulieferer der erste Corona Fall in Deutschland auf. Fast auf den Tag vor zwei Jahren. Die Welt und insbesondere die Hotelwelt hat sich seitdem verändert. Ferienhotels sind plötzlich in den Fokus geraten, Messehotels und Flughafenhotels haben bei den Investoren gelitten. Mitarbeiter sind zu Tausenden in andere Branchen abgewandert. Die Hotellerie und Gastronomie, aber auch weitere kundenpräsenzbedingte Wirtschaftsbereiche leiden unter kaum noch zu überblickenden Beschränkungen, Einschränkungen und Vorgaben aus der Politik. Die Veranstaltungs- und Eventbranche liegt faktisch am Boden.

Und dennoch glauben wir an eine deutliche Verbesserung im neuen Jahr. Otto Lindner, der Vorsitzende des IHA, Daniel Müller, Vorstand von motel one und viele weitere Branchenführer und Branchenkenner erwarten eine deutliche Markterholung im Frühling. Daran glauben auch wir bei Hotel Affairs. Schon im Frühjahr 2020, nach dem Ausbruch der Pandemie, haben wir in unserem Newsletter unsere Überzeugung für ein Wiedererstarken des Marktes ausgedrückt. Die Dauer der Pandemie haben wir falsch eingeschätzt, an das Erstarken des Marktes mit der Endemie haben wir immer geglaubt und sind uns, trotz der derzeitigen Situation, sicher, es wird im neuen Jahr aufwärts gehen. Bleiben wir optimistisch!

Ihr Axel Deitermann

1. Sitzung 2022 Arbeitskreis Hotelimmobilien – virtuelle Sitzung

Am 1. Februar 2022 findet in der Zeit von 13:30 bis 16:00 Uhr die 1. Sitzung des Arbeitskreises Hotelimmobilien 2022 statt, als virtuelle Sitzung über Zoom.
Axel Deitermann (AK-Leiter und Geschäftsführer der Hotel Affairs Consulting) wird zusammen mit Ingrid Hartges (Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbandes) über Aktuelles aus der Branche sprechen.
Weiterhin wird es eine Panel-Diskussion geben zum Thema: „Digitale Guest Journey: Automatisierung wo es Sinn macht – Gastreise vom Online-Verkauf bis zum Check-Out”. Im Gespräch mit Fairmas werden zudem Zahlen, Daten und Fakten zum Hotelmarkt Deutschland, Österreich und Schweiz präsentiert.

Für Mitglieder des AK Hotelimmobilien ist die Teilnahme an der Sitzung kostenfrei. Gäste können für 250 € (zzgl. MwSt.) an der Sitzung teilnehmen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen unter: ak-hotelimmobilien.de/februar2022

Neues Team der Frauen in der Immobilienwirtschaft Region Rheinland

Die neue Regionalleitung wird aus einem Tandem von Susanne Janßen und Stefanie Zimmermanns gebildet. Susanne Janßen ist die Bereichsleiterin GB Immobilienkunden der Stadtsparkasse Düsseldorf. Stefanie Zimmermanns ist Mitinhaberin und Prokuristin der Hotel Affairs Consulting GmbH in Düsseldorf.
Die Neuerung der Leitung als Tandem bietet die Möglichkeit, die vielfältigen Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen und in moderner Arbeitsweise zu agieren. Hier nehmen die Immofrauen im Rheinland eine Vorreiter-Rolle ein.

Weitere Teammitglieder sind Corina Windischmann (Leiterin Portfoliomanagement und Projekte bei DB Immobilien sowie Standortleiterin Köln, Frankfurt, Karlsruhe), Ruth Huber, (Senior Beraterin Büroimmobilien bei Greif & Contzen Köln), Hedwig Durmus (Investor Relations Management bei der P.A. GmbH Düsseldorf) und Tanja Buscher (Firmenkundenberaterin Bereich Zentrale Immobilienkunden Kreissparkasse Köln).

Der besondere Dank im Rahmen der Regionalwahlen galt Bettina Timmler, Inhaberin der Comm.pass Kommunikation und PR, die über 10 Jahre lang die Leiterin der Immobilienfrauen im Rheinland war und viel für den Verein erreichen konnte.

Susanne Janßen und Stefanie Zimmermanns freuen sich darauf, gemeinsam mit dem Team in den kommenden zwei Jahren mit frischem Wind das Netzwerk der Frauen in der Immobilienwirtschaft Region Rheinland weiter auszubauen und den Mitgliederinnen im Rahmen von interessanten Fachvorträgen einen breiten Mehrwert bieten zu können.

Accor wächst mit Premiummarken und Resorts in Nordeuropa

Accor hat 2021 die Expansion in Nordeuropa weiter vorangetrieben. Insgesamt 89 Vertragsabschlüsse sind nach Unternehmensangaben das Resümee für das Jahr 2021 in der Region Nordeuropa. Für dieses Jahr sind weitere Projekte geplant.
Die Unternehmensgruppe hat im vergangenen Jahr 16 Hotels der Marken Mövenpick, Swissôtel und MGallery unter Vertrag genommen und sechs weitere eröffnet, davon jeweils zwei für jede der drei Marken. Das Portfolio von Accor in Nordeuropa erstreckt sich somit über 31 Länder und umfasst mehr als 20 Marken, 1.100 Hotels und 160.000 Zimmer.

Angeführt wurde der Ausbau von Mövenpick Hotels & Resorts. Accor konnte das Wachstum des Nordeuropa-Portfolios bis 2021 hier um 40% vorantreiben und unterzeichnete für acht Mövenpick-Hotels mit mehr als 1.300 Zimmern in Nordeuropa.
Die Expansion von Mövenpick erfolgte vorrangig in Osteuropa, mit drei Vertragsunterzeichnungen für Projekte in Polen. Außerdem eröffnete Accor im Jahr 2021 zwei Mövenpick-Hotels: das Mövenpick Hotel Lalez Durres in Albanien und das Mövenpick Basel in der Schweiz. Für Mövenpick wird in den nächsten fünf Jahren ein weltweites Wachstum von 50% erwartet.

Swissôtel verzeichnete 2021 ebenfalls ein starkes Wachstum. Accor eröffnete Anfang 2021 ein Flaggschiff in der Schweiz, das Swissôtel Kursaal Bern sowie kürzlich das Swissôtel Wellness Resort Alatau Almaty in Kasachstan. Zudem unterzeichnete die Gruppe Verträge für vier weitere Swissôtel-Hotels sowie eine Swissôtel Residence.

Im DACH-Markt konnte das Development-Team 2021 Verträge für 15 Hotels zum Abschluss bringen, teilt Accor mit. Im Fokus standen dabei die Economy- und Midscale-Segmente mit Hotels der Marken Ibis und Mercure und der neuen Marke Greet sowie der Ausbau des Lifestyle-Bereichs unter der Leitung von Ennismore.

In Osteuropa hat die Marke MGallery drei Hotels in Polen, Kroatien und Albanien unter Vertrag genommen. Heute verfügt Accor über 16 Hotels der MGallery-Kollektion in Nordeuropa und sieht ein Markenwachstum von 50% in der Region in den nächsten drei Jahren vor. Tageskarte

Hotelkonzern Whitbread steigert Auslastung und will mit Premier Inn expandieren

Der britische Whitbread-Konzern hat im Rahmen der Präsentation seiner Quartalsbilanz für die Monate September bis November 2021 (Q3) eine deutliche Verbesserung der Auslastungszahlen bei seiner in Deutschland vertretenen Hotelmarke Premier Inn bekanntgegeben.

Die Belegungsquote bei den inzwischen 32 geöffneten Hotels lag bei 59,9% gegenüber 47,5% im Quartal zuvor. Auch die Einnahmen pro Übernachtung stiegen von zirka  44 € auf zirka 52 €. Für Alison Brittain, CEO von Whitbread, sind beide positiven Entwicklungen eindeutige Belege dafür, wie gut sich die Marke Premier Inn in dem zweitwichtigsten Markt nach Großbritannien inzwischen etabliert hat. Insgesamt hat sich Premier Inn bereits 75 Standorte mit rund 14.000 Zimmern in mehr als 30 Großstädten gesichert.

„Diese starken Bilanzzahlen ermöglichen auch in Zukunft Investitionen in unsere umfassende Wachstumsstrategie“, heißt es in dem Quartalsbericht. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass inzwischen weiter verschärfte COVID-19-Beschränkungen den Geschäftsverlauf in Deutschland in den sechs Wochen nach dem Ende des Berichtsquartals (also bis zum 6. Januar 2022) negativ beeinflusst haben. So sanken beispielsweise die Auslastungszahlen von 59,9% auf 36,4%. Dieser Abwärtstrend ist aber nicht markenspezifisch, sondern trifft das gesamte Beherbergungssegment in Deutschland.

Ein besonderes Augenmerk legt Whitbread für die nähere Zukunft auf die sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland ansteigenden Inflationsraten. Die Gruppe geht davon aus, dass sie in der Lage sein wird, die Auswirkungen der hohen Preissteigerung durch ihr Kosteneffizienz-Programm, Immobilienwachstum und eine Optimierung der Einnahmen-Seite weitgehend auszugleichen. Tageskarte

Hilton zieht Bilanz für 2021

Hilton hat Bilanz für das Jahr 2021 gezogen. Der Hotelkonzern beendete das vergangene Jahr nach eigenen Angaben mit mehr als 6.800 Hotels von 18 Marken auf sechs Kontinenten und einem Nettowachstum von 5,6%. Die Entwicklungspipeline des Unternehmens umfasst nahezu 2.670 Hotels mit rund 408.000 Zimmern, von denen sich fast die Hälfte im Bau befindet.

Hilton hat 2021 unter anderem seine Präsenz auf dem Markt von Las Vegas ausgebaut. 13 Marken, darunter alle drei Luxusmarken, 36 Hotels und mehr als 12.000 Zimmer sind dort vertreten. Im Juni 2021 eröffneten Hilton und die Genting Group gemeinsam das Resorts World Las Vegas, das drei Premium-Marken vereint: das nach Unternehmensangaben größte Conrad Hotels & Resorts-Haus der Welt, eines der ersten LXR Hotels & Resorts-Häuser in den USA und ein Hotel der Marke Hilton Hotels & Resorts.

Das All-Inclusive-Portfolio von Hilton wurde 2021 mit Eröffnungen in der Karibik und in Lateinamerika erweitert. Zudem gewannen die Lifestyle-Marken von Hilton in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) sowie in Brasilien an Bedeutung, so der Hotelkonzern. Canopy by Hilton feierte sein Debüt in Frankreich, Großbritannien und Spanien. Motto by Hilton kündigte an, mit Motto Rotterdam Blaak in den Niederlanden im Jahr 2022 sein erstes Hotel in Europa zu eröffnen. Zudem eröffneten mit dem Canopy by Hilton Sao Paulo Jardins und dem Almenat Hotel, Tapestry Collection by Hilton zwei Marken in Brasilien Häuser. Tophotel

TUI sieht sich auf Kurs

Der Reisekonzern TUI sieht sich fast zwei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie wieder auf Kurs. „Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass das, was wir in den vergangenen knapp zwei Jahren gesät haben, aufgehen wird“, sagt Finanzvorstand Sebastian Ebel. Auch die Änderungen im Corona-Management in England stützten diese Erwartungen, seitdem belebe sich das Buchungsaufkommen dort stark. Premierminister Boris Johnson hatte für den größten Landesteil ein Ende aller Corona-Maßnahmen angekündigt.

Diese „sehr positive Entwicklung“ in England ermutige das mit staatlichen Milliardenhilfen gestützte Unternehmen in seiner Erwartung, Umsatz und operatives Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr deutlich zu verbessern, sagte Ebel. Das zeige sich auch an der Entwicklung des Aktienkurses, seit Vorlage der Bilanz 2020/2021 im Dezember habe die TUI an der Londoner Börse deutlich zugelegt.

Um die TUI vor dem Aus zu retten, hat der deutsche Staat rund 4 Mrd. € an Kapital und Krediten zur Verfügung gestellt. Vorstandschef Fritz Joussen wagte bei der Vorlage der Bilanz im Dezember eine optimistische Prognose: „Wir erwarten für den Sommer 2022 und die Hauptreisezeit die Rückkehr zu einem Buchungsniveau in etwa wie vor Corona 2019.“ Dabei schloss der Manager eine weitere Kapitalerhöhung nicht aus. Die Hannoveraner hatten erst im Herbst 1,1 Mrd. € mit einer erneuten Kapitalerhöhung hereingeholt.

Laut Ebel will sich der Konzern auf dem Weg zu einem besseren operativen Ergebnis „mit eigenen Investitionen in den kommenden Jahren stark zurückhalten“. In der Pandemie seien aber nicht nur Kostensenkungen wichtig. Man wolle „kapitalschonend“ wachsen und Investitionen künftig mit Partnern in Gemeinschaftsunternehmen oder über Hotelfonds angehen. Hogapage

Ascott erzielt Rekordwachstum

Die hundertprozentige Tochtergesellschaft von CapitaLand Investment Limited, The Ascott Limited, hat für das Jahr 2021 weltweit Verträge für 15.100 Zimmer und Apartments in 72 Häusern abgeschlossen. Serviced Residences sind nach wie vor das Hauptstandbein von Ascott und machen mehr als 60% der Neuabschlüsse aus, wohingegen im Jahr 2021 auch die Anzahl der Hotels zunahm.
Ascott schloss das Jahr 2021 mit der höchsten Anzahl an Neueröffnungen aller Zeiten ab und eröffnete über 8.200 Wohneinheiten in 25 Städten und zehn Ländern. Das ist mehr als das Doppelte als im vorangegangenen Jahr 2020. Zu den Neueröffnungen gehört unter anderem Ascotts erstes Mietwohnungsobjekt unter der Marke Adoor, das Adoor Apartment Heda Hangzhou (Xiasha) sowie das erste Coliving-Objekt unter der Marke lyf, das lyf Mid-Town Hangzhou in China sowie ein Franchiseobjekt in Frankreich: das Citadines Eurométropole Strasbourg.  

Im Dezember 2021 gewann Ascott den begehrten Titel “World’s Leading Serviced Apartment Brand” bei den World Travel Awards 2021. Ascott war auch der größte Gewinner bei den World Travel Awards 2021 mit insgesamt 28 Auszeichnungen unter allen Serviced Residence-Unternehmen weltweit. 

Mit den neu geplanten Objekten wird Ascott seine geografische Reichweite auf neue Destinationen wie Yaoundé/Kamerun und Lagos/Nigeria ausweiten. Darüber hinaus wird Ascott seine Präsenz in Melbourne in Australien, Guangzhou, Shanghai, Shenzhen, Tianjin, Wuhan, Wuxi, Xi’an und Zhuhai in China, Addis Abeba in Äthiopien, Bandung, Bekasi, Jakarta und Yogyakarta in Indonesien, Bangkok in Thailand und Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam, Paris und Wien weiter ausbauen. Die Eröffnung der Immobilien ist für den Zeitraum zwischen 2022 und 2026 geplant. Presseportal

Interconti Düsseldorf wird ein Hommage-Hotel

Das Düsseldorfer 5-Sterne-superior-Hotel Interconti geht an die Dorint-Mutter Honestis AG. Am 1. Februar wird das Hotel mit 287 Zimmern und Suiten in bester Lage unter dem Namen „Hotel Kö59 Düsseldorf – ein Hotel der Hommage Luxury Hotels Collection“ starten. Das Luxushotel wurde in den vergangenen drei Jahren bei laufendem Betrieb vollständig renoviert. Die 84 Mitarbeiter sollen übernommen werden und erhielten in einer Betriebsversammlung entsprechende Angebote. 

Die IHG (Intercontinental Hotels Group) Hotels & Resorts beendet einvernehmlich den Pachtvertrag mit dem Eigentümer der Immobilie Königsallee 59/59a in Düsseldorf. Damit hat die britische Gruppe nur noch ein Intercontinental Hotel in Deutschland und zwar in Berlin. Schon vor Jahren wurden die Interconti-Hotels etwa in Hamburg (Abriss), Köln (seit 2011 Dorint am Heumarkt) und Berchtesgaden (seit 2015 Kempinski) geschlossen. Weltweit gibt es insgesamt 205 geöffnete Interconti-Hotels mit fast 70.000 Zimmern, in Planung sind 73 Häuser. Insgesamt sind unter dem IHG-Dach weltweit rund 6000 Hotels mit 16 Marken versammelt (u.a. Six Senses, Holiday Inn, Voco, Regent).

Die Übernahme erfolgt mit dem Pächterwechsel durch die HON Hospitality Düsseldorf GmbH, eine Gesellschaft der Honestis-Gruppe, die das erste Hotel mit einer sogenannten „White-Label-Strategie“ unter ihr Management nimmt. Vertreten wird die HON Hospitality Düsseldorf GmbH von ihren Geschäftsführern Thorsten Bauschmann und Dirk Iserlohe.

Mit dem Hotel Kö59 Düsseldorf gibt es zusammen sechs Hommage-Hotels der DHI Dorint Hospitality & Innovation GmbH: Maison Messmer in Baden-Baden, Parkhotel Bremen, Nassauer Hof Wiesbaden, Söl’ring Hof auf Sylt und das am 20. Dezember eröffnete Grand Tirolia in Kitzbühel. AHGZ

Success-Hotelgruppe geht in die Insolvenz in Eigenverwaltung

Die Hotelgesellschaft Success Hotel Management (SHM) mit Sitz in Stuttgart hat beim Amtsgericht Stuttgart ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, das am 10. Januar angeordnet wurde. Die 25 Hotels sollen offenbleiben.

Grund für die Schieflage der Hotelgruppe seien die vierte Coronawelle und eine verzögerte Auszahlung von Coronahilfen, heißt es in einer Pressemitteilung. Ziel der Insolvenz in Eigenverwaltung sei die Sanierung des Unternehmens.
Das Gericht hat Philipp Grub von der Kanzlei Grub Brugger zum vorläufigen Sachwalter bestimmt. Er soll gemeinsam mit der Geschäftsführung an einer tragfähigen Lösung arbeiten. Die Geschäftsführer Michael Friedrich und Stephan Kienle bleiben im Amt und wollen den Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fortsetzen. Alle Hotels sollen geöffnet bleiben.

SHM ist ein Familienunternehmen und betreibt als Franchisenehmer in Deutschland aktuell 25 Hotels verschiedener bekannter Hotelmarken. Darunter etwa das Hilton Garden Inn in Stuttgart, das Holiday Inn Express in Aachen und das Apart Hotel Adagio in Bremen. In Österreich gehört das Radisson Red in Innsbruck zur SHM-Gruppe. Mit seinen 630 Mitarbeiter erwirtschaftete Success 2019 rund 52 Mio. €.

Trotz Coronapandemie hat Success im vergangenen Jahr zwei neue Hotels in Hamburg und Coburg sowie Anfang 2022 ein Haus in Bad Reichenhall eröffnet. 13 weitere Hotelprojekte sind in Planung mit unterschriebenem Pachvertrag. Zu den Hotels in Bau zählt ein Holiday Inn Express am Münchner Flughafen, eins in Kassel und mehrere Hotels in Brüssel. Hotelvor9

Dramatischer Umsatzeinbruch in deutschen Hotels im Januar

Laut einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) vermelden die Betriebe des Gastgewerbes in der ersten Januarhälfte wachsende Umsatzverluste von 55,1% im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019. Besonders hart betroffen sind Clubs und Diskotheken (-93,2%), Eventcatering (-77,0%) Betriebsrestaurants (-61,9%) und vor allem auch Stadt- und Tagungshotels (-58,6%). 56,7% der Unternehmer sehen gar ihre Existenz bedroht.

Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer (53,7%) haben für Januar Kurzarbeit angezeigt. Das sind doppelt so viele wie noch im November 2021. Dieser sprunghafte Anstieg verdeutlicht den Negativtrend. Verantwortlich für die erheblichen Umsatzverluste in der Gastronomie und Hotellerie sind die seit Wochen geltenden 2G Plus-Zugangsregelungen sowie Absagen von Veranstaltungen und Messen. Fast 87% der Betriebe bestätigten einen massiven Rückgang an Gästen, Umsatzausfälle belasten 83,4% der Unternehmen.

Besondere Verärgerung herrscht über das Regel-Chaos bei 2G Plus. „Unterschiedliche Ausnahmen von der Testpflicht sowie technische Unzulänglichkeiten bei den verschiedenen App-Lösungen erschweren die Zugangskontrollen und sorgen für große Verwirrung bei Gästen und Betrieben“, so Zöllick. So berichten immerhin 46,4% der Betreiber von Konflikten mit Gästen.

An der Umfrage des DEHOGA Bundesverbandes beteiligten sich vom 17. Januar bis 20. Januar 2022 insgesamt 5.823 gastgewerbliche Betriebe aus ganz Deutschland. DEHOGA

Tourismus erwirtschaftete vor Corona-Krise 4% der Wertschöpfung

Der inländische Tourismus hat im Jahr vor der Corona-Krise 124 Mrd. € und damit 4% der Wertschöpfung Deutschlands erwirtschaftet. Insgesamt gaben Reisende im Jahr 2019 innerhalb Deutschlands 330 Mrd. € für touristisch relevante Waren und Dienstleistungen aus. 

Mit den Tourismusaktivitäten gingen – laut Statistischem Bundesamt – Treibhausgasemissionen in Höhe von 24,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten einher. Das waren 2,6% aller im Inland verursachten Treibhausgasemissionen.

Zu den touristisch relevanten Waren und Dienstleistungen zählen beispielsweise Übernachtungen, Fahrtkosten, Leistungen der Gastronomie oder Souvenirs. Diese direkte touristische Produktion erzielte im Jahr 2019 eine Wertschöpfung von 124 Mrd. €.  Für die Produktion dieser Waren und Dienstleistungen werden wiederum Vorleistungen benötigt, die von anderen Wirtschaftsbereichen hergestellt werden. So braucht die Gastronomie beispielsweise als Vorleistungen Nahrungsmittel und Getränke. Diese indirekte touristische Produktion erwirtschaftete 92 Mrd. € an Wertschöpfung. Beide Bereiche zusammen, direkte und indirekte touristische Produktion, erzeugten 2019 in Deutschland eine Wertschöpfung in Höhe von 216 Mrd. €. Das waren 7% der gesamten Wertschöpfung in Deutschland. Tageskarte

Übernachtungszahlen im November 2021 unter Vorkrisenniveau

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland im November 2021 insgesamt 24,6 Mio. Übernachtungen von in- und ausländischen Gästen. Das waren 165,5% mehr Übernachtungen als im November 2020, als aufgrund der Corona-Pandemie ein Beherbergungsverbot für private Übernachtungen galt. Allerdings lagen die Übernachtungszahlen um 24,2 % unter dem Niveau vom November des Vorkrisenjahres 2019.

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im November 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 153,3% auf 21,1 Mio. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland erhöhte sich um 275,5 % auf 3,5 Mio. Im Vergleich zum November 2019 war die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland um 19,9 % und die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland um 42,7 % niedriger.

Von Januar bis November 2021 konnten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 293,0 Mio. Übernachtungen verbuchen (-0,9% vs. Vorjahreszeitraum). Dabei waren die Betriebe im betrachteten Zeitraum Januar bis November 2021 länger von coronabedingten Einschränkungen betroffen als im vergleichbaren Zeitraum 2020.

Nordrhein-Westfalen

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Brandenburg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

News rund um die Hotellerie Januar 2022

Interesse geweckt?